Pumpkosten sollen sinken

OBERWITTSTADT.

Die Bauarbeiten zur Oberflächenentwässerung im Stadtteil Oberwittstadt haben in der vergangenen Woche wieder begonnen. Erste Arbeiten wurden Richtung Schwabhausen ausgeführt.
Die Stadt Ravenstein hatte im im Mai vergangenen Jahres die Ortschaftsräte Oberwittstadts sowie die Bevölkerung über diese große Baumaßnahme informiert. Diplomingenieur Horst Rieß vom Ingenieurbüro IBS (Sack und Partner) ging in seinem Vortrag anhand von Karten und Daten auf die Entfernung von Fremd- und Oberflächenwasser aus den städtischen Abwasserleitungen ein. Ein erheblicher Kostenfaktor sind die Pumpkosten, die entstehen, um das anfallende Schmutzwasser zur Verbandskläranlage nach Widdern zu pumpen.

In den Ausführungen von Horst Rieß wurde deutlich, dass durch die jetzt geplanten und begonnenen Maßnahmen eine Reduzierung des Fremdwassers um 30 Prozent erreicht wird.

Damals wurden noch Anregungen der Bürger aufgenommen, bevor im September 2013 die Außengebiets-Entwässerungsarbeiten in der Silcherstraße, in der Benno-Rüttenauer-Straße und in der Hauptmannstraße vergeben wurden. Die Firma Boller Bau aus Tauberbischofsheim erhielt den Zuschlag für 780 000 Euro. Die Baumaßnahmen, die kurz vor Jahresende begonnen wurden, erfolgten im Zuge der geplanten Flurneuordnung.
Wann weitere Maßnahmen erfolgen werden, hängt vom Fortschritt des Genehmigungsverfahrens der Flurneuordnung ab.
Weitere Informationen erhalten die betroffenen Anlieger in einem Vor-Ort-Termin, den Ortsvorsteherin Irmgard Frank mit dem Bauleiter der Firma Boller Bau und dem begleitenden Ingenieurbüro anberaumen wird. In der vergangenen Woche wurden die Bauarbeiten mit der Querung der Straße am Ortsausgang in Richtung Schwabhausen oberhalb der Grundschule fortgesetzt. Dann wird das Oberflächenwasser vom Schollhof kommend im Bereich "Heilighaus" angeschlossen. Mitte März, so sieht der weitere Plan vor, wird sich die Baumaßnahme in die Uhland- und Stifterstraße im Dorfmittelpunkt verlagern. Durch die Ausführungsarbeiten ist auch mit Behinderungen zu rechnen. Bei Problemen wird die Bauleitung, Ortsvorsteherin Frank und die Stadtverwaltung versuchen, Lösungen zu finden. Eine weitere Informationsveranstaltung mit Vertretern der Flurneuordnungsbehörde, der Baufirma, des Ingenieurbüros und der Gemeinde wird folgen.

Bild: Frodl
© Fränkische Nachrichten