Sehr anspruchsvolles Projekt vollendet

TAUBERBISCHOFSHEIM.

Das Ergebnis kann sich rundherum sehen lassen, zeigt allerdings auf den ersten Blick nicht, dass hier ein sehr langes und alles andere als einfaches Bauvorhaben zu Ende gegangen ist: Der Fichtenweg, für rund 920 000 Euro grundlegend saniert, wurde gestern offiziell übergeben.
"Bei diesem Projekt wurden an alle Beteiligten hohe Ansprüche gestellt", so Bürgermeister Wolfgang Vockel bei der Übergabe vor Vertretern der beteiligten Büros und Firmen sowie einigen Stadträten. Der Fichtenweg sei ein Nachfolger einiger vorheriger Sanierungen im Gebiet Sprait/Wellenberg und wird demnächst mit der Straße "Am Bild" einen weiteren Nachfolger finden.

Die Herausforderung im Fichtenweg war die stellenweise extrem tief liegende Infrastruktur. "Der Bagger im Schacht an dem Treppenaufgang vom Birkenweg her war von der Straße aus nicht mehr zu sehen", so das Stadtoberhaupt. Diesen aufwendigen Arbeiten sei auch die lange Bauzeit in zwei Abschnitten zwischen Juni 2013 und der Fertigstellung im Juli dieses Jahres geschuldet. Reine Bauzeit waren zehn Monate.
Der Bürgermeister würdigte ganz besonders die gute Arbeit aller am Projekt Beteiligten, des Ingenieurbüros ibu, der Firma Boller-Bau sowie des Tiefbauamts der Stadt mit Zoltan Szalinka an der Spitze. Die Baufirma erhielt ein Extralob für das sehr gute Verhalten gegenüber den Anliegern und für die gespendete Sitzecke an dem Treppenaufgang in Richtung Lindenweg.
Die 920 000 Euro Baukosten musste die Stadt allein übernehmen, Zuschüsse gab es keine. Umgestellt wurde auch die Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten.
Auf die "nicht ganz einfache Aufgabe" blickten Christoph Faulhaber und Thomas Scheidler vom Ingenieurbüro ibu zurück. Verlegt werden mussten Abwasserkanal und Wasserleitung, 20 Häuser wurden angeschlossen. 2000 Quadratmeter Straßenfläche erhielten eine neue Asphaltoberfläche, 600 Quadratmeter wurden auf den Gehwegen gepflastert.
Am anspruchsvollsten sei der schon angesprochene Schacht an der Kreuzung mit den Treppenaufgängen gewesen. Hier laufen nach Angaben von Thomas Scheidler vier Achsen zusammen, darunter das Abwasser aus Dienstadt. Erstmals im Stadtgebiet sei hier Flüssigboden als Baumaterial verwendet worden.
Michael Boller als Vertreter der Baufirma verteilte ein Lob nicht nur für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, sondern vor allem an die Anlieger für deren Verständnis für manche Behinderung. sey

Bild: Seybold
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