Kläranlage Eberstadt

KLÄRANLAGE EBERSTADT: Bauarbeiten für das 2,25-Millionen-Euro-Projekt liegen fast im Zeitplan / Kleine witterungsbedingte Verzögerungen

Baugrube wurde zusätzlich gesichert

Von unserem Redaktionsmitglied Olaf Borges

Der Neubau der Kläranlage Eberstadt geht zügig voran. Trotz kleiner witterungsbedingter Verzögerungen will man wie geplant bis August 2017 mit den Bauarbeiten fertig sein.

Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wegen des Wetters und der Bodenverhältnisse waren beim Baugrubenaushub der Eberstadter Kläranlage nötig.

© Borges

EBERSTADT. Der Neubau der Kläranlage Eberstadt, des laut Bürgermeister Roland Burger momentan wichtigsten Bauvorhabens der Stadt Buchen im abwassertechnischen Bereich, geht gut voran und liegt nahezu im Zeitplan. Dies erklärte Hubert Kieser, Leiter des Fachbereichs Technische Dienste, auf FN-Anfrage.

Es habe kleine witterungsbedingte Verzögerungen gegeben, die aber keinen Einfluss auf die geplante Fertigstellung im August 2017 hätten. Aufgrund des Wetters und der Bodenverhältnisse seien beim Baugrubenaushub durch die Firma Boller Bau zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich gewesen.

Die Bodenplatte sei betoniert, nun gehe es in die Höhe. Die tiefe Grube, die sich derzeit dem Betrachter offenbart, sei der Beckentiefe geschuldet. Das Gesamtbauwerk liege nach Fertigstellung in normaler Höhe.

Ausschreibung wird vorbereitet

Ende Juli sollen Arbeiten und Ausrüstung für Maschinen- und Elektrotechnik vergeben werden. Die Ausschreibungen würden gerade vorbereitet. Umgesetzt werde diese Maßnahme aber erst Ende des Jahres beziehungsweise im nächsten Jahr, bis dahin dauere der Rohbau.

Bezuschusst wird das Projekt durch das Land mit 949 000 Euro. Die Erd-, Kanal- und Betonarbeiten, die derzeit laufen, wurden an die Firma Boller Bau aus Distelhausen zum Angebotspreis von 743 000 Euro vergeben.

Gebaut wurde die bestehende Kläranlage 1970 und war damals für 690 Einwohner ausgelegt. Zwischenzeitliche, weitere Anschlüsse wie das Sanatorium an der Höhle, das Besucherzentrum Tropfsteinhöhle und die Gaststätte "Seeterrasse" haben dazu geführt, dass die vorhandene Frachtbelastung deutlich über der Auslegung der Kläranlage liegt.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 02.06.2016