Spatenstich in Unterwittstadt

Spatenstich in Unterwittstadt: Offizieller Beginn des Ausbaus von Weinbergweg und Brunnenstraße / Erschließung für neue Bauplätze„Schotterpiste“ ist bald Vergangenheit

Archiv-Artikel vom Montag, den 25.04.2016

Von unserem Mitarbeiter Helmut Frodl

In Unterwittstadt wird weiter gebaut: Am Freitag wurde mit einem Spatenstich der Startschuss für den Ausbau der Brunnenstraße und des Weinbergweges gegeben. Außerdem entstehen Bauplätze.

Da fliegt die Erde: Mit einem Spatenstich wurde in Unterwittstadt eine weitere Großbaustelle in Angriff genommen. Im Zuge der Flurneuordnung werden Brunnenstraße und Weinbergweg ausgebaut, auch Leitungen werden erneuert. Am bestehenden Baugebiet werden fünf neue Bauplätze erschlossen. Das Bild zeigt (von links) Polier Norbert Fischer, Klaus Issel, Steffen Boller, Ralf Kilian, Michael Zwingmann, Bürgermeister Hans-Peter von Thenen, Marco Rieß, Erik Pfeiffer und Stefanie Schmid.

© Frodl

Unterwittstadt. Im Zuge der Ortsgestaltung und der Flurneuordnung hatte der Ravensteiner Stadtrat in seiner Sitzung im März die Arbeiten für den Ausbau der Brunnenstraße und des Weinbergwegs, verbunden mit der Erweiterung des bestehenden Neubaugebietes um fünf neue Bauplätze vergeben.

Kosten von 800 000 Euro

Bei dieser Großbaustelle nimmt die Stadt nochmals kräftig Geld in die Hand: Die gesamten Baukosten belaufen sich auf rund 800 000 Euro. Den Auftrag erhielt die Firma Boller-Bau aus Distelhausen, die in den letzten Tagen mit den umfangreichen Erdarbeiten sowie den Kanalarbeiten für die weitere Erschließung des Baugebiets begonnen hat.

Der offizielle Spatenstich für die Bauarbeiten erfolgte am Freitag im Beisein von Ravensteins Bürgermeister Hans-Peter von Thenen, Ortsvorsteher Erik Pfeiffer, Steffen Boller, Bauleiter Michael Zwingmann und Polier Norbert Fischer von der Firma Boller, Diplomingenieur Marco Rieß und Bautechniker Klaus Issel vom planenden Ingenieurbüro Sack und Partner sowie Stefanie Schmid und Ralf Kilian als Vertreter der Flurneuordnung.

Bürgermeister Hans-Peter von Thenen freute sich, dass man nun diese Großbaustelle angehe, mit der auch das bestehende Baugebiet erweitert werde. Unterwittstadt, der kleinste, aber sehr "junge" Stadtteil Ravensteins mit 185 Einwohnern, vielen jungen Familien und einem Durchschnittsalter von 39 Jahren, werde deutlich aufgewertet.

Ganz erfreulich sei, dass bereits der erste Bauplatz reserviert worden sei, was man als einen "Super-Startschuss" werten könne. "Auf das Dorf können die Bewohner stolz sein, denn es ist eine Menge los", betonte der Bürgermeister. Deshalb lohne es sich auch, nach Unterwittstadt zu ziehen, wo die Dorfgemeinschaft prächtig funktioniere.

Der Bürgermeister ging dann noch kurz auf die Eckdaten der jetzt begonnenen Maßnahme ein, deren Planungszeit 18 Monate betrug. Baumaßnahmen auch im Rahmen der Flurneuordnung erfolgen sowohl im Außenbereich als auch in der Innenlage des Stadtteils.

Die Flurneuordnung gewährte einen Zuschuss in Höhe von 174 000 Euro. Nach weiteren Zuschüssen verbleibt bei der Stadt ein eigener Finanzierungsanteil von rund 260 000 Euro. Für die Arbeiten am Straßenbau sind 600 000 Euro, für die Abwasserentsorgung 79 000 Euro und für neue Wasserleitungen 57 000 Euro veranschlagt. Die Kosten der Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die auf LED-Lampen umgestellt wird, belaufen sich auf weitere 80 000 Euro.

Wie der Bürgermeister abschließend betonte, geht mit diesen Bauarbeiten für die Anwohner ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Denn Jahrzehnte lang mussten sie über die derzeitige "Schotterpiste" im Brunnenweg zu ihren Anwesen fahren.

Von Thenen, der sich eine unfallfreie Baustelle wünschte, bat auch die Anlieger um Verständnis, denn während der Maßnahme könne es schon zu Straßensperrungen kommen. Diplomingenieur Marco Rieß bedankte sich bei der Stadt für das entgegengebrachte Vertrauen und erläuterte nochmals die vorgesehene Baumaßnahme im Weinbergweg und in der Brunnenstraße. Zusätzlich werde noch ein 150 Meter langes Feldwegstück saniert. Begleitende Baumaßnahmen, angeregt von der Flurneuordnung, wie die Anlage von Parkplätzen sowie die Neugestaltung des vorhandenen Grabens seien ebenfalls vorgesehen.

Rieß dankte neben der Stadt auch der Flurneuordnung für die gute Zusammenarbeit. Mit der Firma Boller habe man einen kompetenten Unternehmer gefunden. Er hoffe auf einen weiteren zügigen Verlauf der Bauarbeiten, schloss Rieß. Steffen Boller bedankte sich für die Erteilung des Auftrags.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 25.04.2016